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Response Stuttgart

Response Stuttgart 2017-19 Response ist ein seit 50 Jahren erfolgreiches Konzept zur Musikalisierung und Kreativitätsförderung von Kindern und Jugendlichen im Kontext allgemeinbildender Schulen. Es wurde in den 70er Jahren in England im Umfeld der zeitgenössischen Musik erprobt, kam in den 90er Jahren über das Ensemble Modern nach Deutschland und ab 2000 u.a. bei den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle energisch zum Einsatz. In allen deutschen Musikzentren gibt es seitdem Künstler und Pädagogen, die mit diesem immer noch innovativen Konzept arbeiten, zumal aufgrund des Curriculums an unseren Schulen meist eine eher historische Musikpädagogik vorherrscht. Die Wege sind nach wie vor weit und offen.

Sehr verkürzt besagt die Idee, dass man Musik so unterrichten sollte, wie Sport unterrichtet wird: Indem man es tut, egal welche Mittel oder Kunstfertigkeiten den Schülern zur Verfügung stehen: Komponieren, spielen im ursprünglichen Schillerschen Sinne, Klänge erforschen und die eigene Stimme entwickeln, die Fülle uns umgebender Klangquellen und Instrumente nutzen und natürlich Inhalte und formale Ideen in Musik umsetzen. Bereichernd ist immer eine Anbindung an Themen und Werke, die von professionellen Künstlern aktuell bearbeitet wurden oder besser noch werden, um direkte Arbeitskontakte zu ermöglichen. Das Dozenten-Team besteht aus erfahrenen Pädagogen, die schon vielfach zusammen gearbeitet haben, u.a. beim Projekt Kinderorgel, das den »junge ohren preis« erhielt und bei der Bachakademie Stuttgart. Neben den Geigerinnen und studierten Schulmusikerinnen Christina Eychmüller und Melanie Heintel arbeitet der Gitarrist, Gymnasial-Lehrer und Kulturmanager Christian Zech mit den Schülern. Als Berater und Begleiter steht der Cellist Bernhard Rissmann aus Überlingen am Bodensee zur Verfügung, der sich besonders mit zeitgenössischer Musik im pädagogischen Kontext auskennt und weitreichende Erfahrung in der Arbeit mit Schüler- und Migranten-Gruppen hat. Gemeinsames Anliegen ist es ferner, junge Pädagogen in die Arbeit einzubinden, mit dem Ziel,sie bei der Entwicklung eigener Projekte und Perspektiven zu unterstützen. So ist Melanie Heintel, die das Projekt über ihre eigenen Kinder kennen lernte, zum zweiten Mal im Team dabei, nachdem unser langjähriger Kollege Philipp Roosz (geb. Schulz) an das Staatstheater Nürnberg berufen wurde, jedoch langfristig weiter im Team bleibt.

Aus der Arbeit der vergangener Jahre bestehen vielfältige Kontakte zu Schulen und Lehrkräften in der Region. Hier sind aktuell insbesondere die Freie ev. Schule in Stuttgart Möhringen, die Reisach- schule in Weilimdorf, die Grundschule Kaltental, das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Filderstadt und die Werkrealschule Ostheim zu nennen. Besonders freuen wir uns jedoch über neue Kontakt- aufnahmen.

(Die hier gezeigten, wundervollen Fotos entstanden beim Zwischentreffen des Projektes "Damage & hope" im Sommer 2018 in der Stuttgarter Schlosskirche. Der Fotograf ist Eduard Oertle, gleichzeitig Lehrer einer der teilnehmenden Klassen. Herzlichen Dank!)